16
Sep 09

Hart am Wind: Exzellente PHP Unconference Hamburg

WKWC

Am vergangenen Wochenende versammelte die PHP Unconference Hamburg inzwischen zum dritten Mal PHP-Begeisterte aus der ganzen Republik (plus Frankreich, die Niederlande und andere – ich will es nicht unterschlagen). Dabei kamen etwas mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, was (gemessen auch am begrentzten Kartenkontingent) ein ausverkauftes Haus bedeutete. Davon wiederum würde ich gefühlte 70 Prozent in die Kategorie Speaker, Autoren und alte Bekannte einstufen, ma’ sagn, nää? Kann natürlich auch nur an meiner beruflichen Perspektive gelegen haben.

Da ich am Abend auch schon wieder abreisen musste und sowohl Tag Zwei, wie auch den entsprechenden Übergang in das PHProst auf dem Kiez (via PHPmob) verpasst habe, will ich mich hier nur kurz auf Tag Eins beschränken.

Programm

Das Tagesprogramm wurde, wie es sich für eine Unconference im deutschen Superwahljahr gehört, demokratisch per Stimmenabgabe gefällt. Vorschläge gab es dabei ohne Ende (hier nur mal eine Auswahl), das Rennen machten schließlich aber verschiedene Sessions aus dem Architektur- und Enterprise-Bereich (DDD, Refactoring, QA, MySQL-HA, Scrum) und der Unser täglich Tool gib uns heute-Rubrik (NetBeans, RegEx, Zend Tool, Zend Framework). Das ist sicherlich auch aus der Sicht eines Konferenzveranstalters interessant, wobei (ich verweise auch gerne auf den Artikel von Frank) wir mit unserer eigenen Konferenz etwas anders aufgestellt sind. Spannend in jedem Fall zu beobachten, wie sehr doch Speaker- und Besuchermeinungen manchmal auseinandergehen (ist mit Printmagazinen und anderen Zeitschriften nicht anders, hier die richtige Mischung zu finden ist dann Sache der Geheimrezepturen der jeweiligen Verlage – aber das kann man vielleicht in einem späteren Artikel mal beleuchten).

Genug abgeschweift. Los ging es mit Softwaremetriken nutzen und verstehen von Manuel Pichler, in der Manuel einen kleinen Einblick in verschiedene Metriken, sowie Tipps zur individuellen Gewichtung gab. Da ich gerade die Slides nicht online zum Verlinken finde, verweise ich für Details einfach mal eben auf phphatesme.com, Nils hat nämlich passender Weise vor Kurzem erst eine kleine Artikelserie zum Thema gestartet. Die ist auch allemal informativer, als mein Gedächtnisprotokoll von der Unconference (ich hab mitgeschrieben, liegt aber alles schön aufgeräumt im Büro). Als kleine Wiedergutmachung verrate ich dafür, dass wir ein Interview Nils/Manuel in unserem kommenden PHP Magazin haben werden:)

Danach ging es für mich mit PHP Performance Tuning und im Anschluss mit PHP im Enterprise, Skalierbarkeit und Sicherheit weiter, die vom PHP-All-Star-Team 1 (bestehend aus Johann-Peter Hartmann, Kristian Köhntopp, Stefan Priebsch und Lars Jankowfsky) und dem PHP-All-Star-Team 2 (PHP-All-Star-Team 1 plus Sebastian Bergmann, Arne Blankerts). Dabei auch noch jemand, dessen Namen ich leider vergessen habe. Nachdem es aber Kris, der eigentlich nur zum Team 1 gehörte, vor lauter Enterprise einfach nicht mehr auf dem Sessel hielt und er daher spontan das Team 2 ergänzte, mag man mir das nachsehen. Ich habe den Vorgang hier mal zur Übersicht skizziert:

phpunconfwahnsinn

Das geübte Auge erkennt natürlich auf Anhieb die 4-6-1-7-Aufstellung. Spielfreude boten beide Sessions auch in jedem Fall, und die taktischen Schwächen aus dem Enterprise-Talk werden sicherlich damit wettgemacht werden, dass Kris demnächst ein interessantes Buch über eine PHP-Variante der ITIL verfassen wird;-) Lassen wir uns mal überraschen – ich kenne da zufällig einen Verlag, der Interesse hätte…

Um es kurz zu machen: Schon dieser erste Tag PHP Unconference bot also ein abwechslungsreiches und spannendes bis unterhaltsames Programm. Und dass ein Community Event ausreichend Raum zum Networken lässt, brauch ich nicht extra zu erwähnen. Ich werde mir den September (?) 2010 in jedem Fall im Kalender freihalten.

Sehen und suchen

Am Schluss sei noch auf die zahlreich im Netz zu findenden Literaturverweise hingewiesen. Da wären die gesammelten Trackbacks zum Event im Unconference-Wiki, die unter dem Tag phpunconf bei Flickr hinterlegten Fotos oder auch Ulfs The heads of PHP-Album für das lustige Köpferaten zwischendurch.

17
Jun 09

Got sausage? Auf zur PHPBBQ-Tour!

Sausage Products von (anonymer Flickr-User)

München, Frankfurt, Karlsruhe. Drei Städte, die eines gemeinsam haben: Die PHP-Barbecue-Tour überstanden. Dahinter steckt die knusprig-saftige Idee von Ulf W., alle PHP-Interessierten einmal abseits ausgetretener Usergroup-Pfade in sommerlicher Atmosphäre zusammenzubringen. Und die Fachsimpeleien dabei vielleicht sogar außen vor zu lassen und sich ganz auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren – lecker Würstchen! More…

22
Mrz 09

Das war DevDusk #4, #1

Am Donnerstag ging das DevDusk #4 zu Ende. Gleichzeitig auch das DevDusk #1, denn in München hat es einen ersten Ableger des Tekkie-Barcamps gegeben (die Münchener haben hier und hier auch schon erste Nachberichte online, bei den Frankfurtern bin ich bisher nur über Reto’s Blog gestolpert).

DevDusk Frankfurt

Die Zahlen schwanken ein wenig (je nachdem, wen ihr fragt), ich selbst bin am Donnerstag auf rund 33 Teilnehmer gekommen und damit befindet sich das DevDusk eindeutig auf Wachstumskurs – sehr erfreulich. Zwei Vorträge waren angekündigt, darunter Mihai Corlan über ein paar aktuelle Entwicklungen bei Adobe sowie Matthias Schmidt über den Groovy-Support in Netbeans.

Zunächst zu Mihai. Das Thema hieß eigentlich Flex and AIR for PHP programmers, dabei ging es im Wesentlichen um einen kleinen Ausblick, was Developer in den nächsten Monaten von Adobe erwarten dürfen. Stichworte hier sind Catalyst (das als Schnittstelle zwischen dem Designer und dem Developer gesehen werden kann), Gumbo (die kommende Flex-Version) sowie CoCoMo (das mittlerweile die viel eingängigere Bezeichnung Adobe Flash Collaboration Service trägt), welches diverse Social-Networking-Features per Web Service für die eigene RIA erlaubt. Einziger Haken an Mihais Vortrag war mein kleiner Durchhänger, der – nach einem langen Arbeitstag und Mihais gebrochenem Englisch – meine Aufmerksamkeit vor eine leichte Herausforderung stellte. Wie machen das die anderen Besucher eigentlich? Rechtzeitig frei nehmen?

Weiter mit Matthias’ Vortrag unter dem Titel Groovy, Grails and NetBeans. Hab ich etwas über einen Durchhänger gesagt? Davon war bei Matthias nichts mehr zu spüren. Statt Englisch gab es hier eine schwungvolle Portion hessischer Mundart und es gelang sogar, etwas Interesse an Groovy zu wecken, wobei ein paar Grundzüge der Sprache (und später auch des Grails-Frameworks) vorgestellt wurden. Richtig spannend wurde es nach einem ersten Blick auf NetBeans 7 vor allem in der Q&A-Runde. Wie sich gezeigt hat, ist NetBeans eben nicht nur für Groovy-, sondern auch für PHP-Entwickler interessant. Hier zeigte es sich auch, welche Vorteile und Chancen es noch mitbringen kann, sich im Rahmen eines DevDusks miteinander austauschen zu können: Im Laufe des Gesprächs kam die Frage auf, weshalb NetBeans eigentlich noch kein Multi-Editing von ausgewählten Elementen unterstütze? Vielleicht gibt es auch einen Fachbegriff dafür (ich kenne ihn mal wieder nicht), gemeint ist ein Feature, bei dem man ein bestimmtes Element (zum Beispiel eine Variable) selektiert und beim anschließenden Ändern des Namens sich auch alle anderen Referenzen im Code passend ändern (falls ich das jetzt falsch beschrieben habe, korrigiert mich bitte!). Ja, warum kann NetBeans das bisher noch nicht? Das hat sich dann auch Matthias gefragt und wird sich das ganze demnächst einmal genauer ansehen. Dranbleiben:-)

Am Rande

Wie gelesen war es also ein ausgesprochen interessantes Event, das DevDusk #4. Am Rande will ich noch festhalten, das die mitgebrachte und aktuelle Ausgabe unseres PHP Magazins ziemlich schnell vergriffen war. Das freut natürlich, lag aber sicher auch an der versammelten Zielgruppe. Etliche t3n Magazine gab es auch, leider nicht die aktuelle Ausgabe, die mich mit dem neuen Coverentwurf mal interessiert hätte – ich habe mir trotzdem eine Ausgabe mitgenommen;-)

Hier noch ein paar Eindrücke – dummerweise ist die Qualität für die Tonne, zum Glück gibt es aber auch von Darren noch ein paar Bilder!

Ausblick

Das nächste DevDusk #5 gibt es am 19. Mai 2009.

27
Apr 08

Dynamic Languages auf der JAX

Vergangenen Mittwoch hatte ich einen kurzen Abstecher auf die JAX in Wiesbaden gemacht — als eine Art “Preview” auf unsere kommende Dynamic Languages World im Mai gab es hier einen Dynamic Languages Track, der in Person von u.a. Neal Ford und Michael Johann auch zwei Mitglieder unseres Advisory Boards mit im Programm hatte.

Einblick für Java-Freunde

Klar, im Kontext der JAX war das Ganze natürlich in erster Linie für Leute aus dem Java-Lager gedacht und damit sehr Ruby-betont. Fragt mich bitte nicht, warum ausgerechnet Ruby — ich nehme an, dass a) ein Javaprogrammierer mit Ruby weniger Berührungsängste hat (gegenüber PHP) und b) Neal und Michael halt eher Ruby-geprägt sind.

Neal: Vorgeschmack auf die Keynote?

Neals Session begann zunächst mit der Feststellung, dass es heute, entgegen der öffentlichen Diskussion, eben nicht um dynamische vs. statische Sprachen gehe, sondern viel mehr um Ceremony vs. Essence. Oha, das kommt Euch bekannt vor? Kein Wunder, dahinter versteckt sich nämlich Neals Keynote auf der DLW, die hier aber nur als Einleitung kurz angerissen wurde. Weiterhin waren dann auch Design Patterns ein wesentliches Thema (command, builder, template, interpreter, type transmogrification, decorator und adapter), die sich zumeist auf Smalltalk-Grundlagen zurückführen lassen, sowie weitere Patterns speziell aus der Welt der Dynamic Languages.

Michael: Behaviour Driven Development

Wo sich Neal noch auf die Theorie konzentrierte, setzte Michael Johanns Session auf der praktischen Seite Akzente — Thema hier war das Behaviour Driven Development (Pádraic Brady hat hier auch ein schönes Tutorial zur Einführung in BDD), als Erweiterung zur testgetriebenen Entwicklung. Dabei dürfte die Session für die Java-Leute eher schwierig gewesen sein; ohne Vorkenntnisse mit Ruby-on-Rails war Michael an der Kommandozeile nur schwer zu folgen.

Ergebnis auf der JAX

Für meinen Geschmack etwas zu durchwachsen, was wohl an verschiedenen Punkten lag. Zum einen waren die Sessions sicherlich als Einstieg in die Dynamic Languages gedacht; sie sollten also Appetit machen und einen Java-Anwender unverbindlich auf die Vorzüge der Arbeit mit Ruby & Co. hinweisen. Leider hat Neal zu diesem Zweck seine ursprünglich 90 minütige Session nicht wirklich auf die vorhandenen 60 Minuten gekürtzt, sondern sein Programm einfach schneller durchgezogen — das ist schon hart, besonders, wenn man erst neu mit dynamischen Sprachen konfrontiert wird.

Michael hingegen war vielleicht eine Spur zu technisch; dass er in der Q&A-Runde dann auch einräumen musste, dass es z.B. für das Behaviour Driven Development mit rSpec (eine Art PHPSpec, nur eben für Ruby) noch kaum wirkliche Beispiele/Erfahrungen gäbe (das Tool sei, ähnlich wie RoR, generell noch recht jung), hat die Bereitschaft, von Java zu etwas dynamischen zu wechseln, dann sicherlich auch nicht sonderlich ausgebaut.

Ausblick

Ich bin gespannt, wie sich die Dynamic Languages auf der DLW präsentieren werden. Insbesondere der Vergleich, wie ein Konzept auf verschiedenen Plattformen umgesetzt wird, könnte interessant werden.

Michaels Session werden wir schon einmal wiedersehen; ich denke, dass sie auf unserer Konferenz auch etwas besser aufgehoben sein wird. Neal wird seinen Vortrag dem Abstrakt nach zu einer netten Keynote ausbauen — da lass ich mich überraschen. Vor allem aber bin ich schon einmal auf die Besucherreaktionen gespannt: Was wird von den Dynamic Languages hängen bleiben und welche Sprache wird in welchen Fragen am meisten Punkten können?

09
Apr 08

Frameworks überall?

Und wieder ein paar Frameworks, über die ich gestolpert bin. Hasin Hayder schreibt ein Tutorial zum Einstieg in Orchid, ein noch recht junges PHP-Framework, dass sich wohl nur auf das Wesentliche konzentrieren will. Auf der anderen Seite heute auch James McLean, der gleich ein ganz eigenes Framework programmiert hat. Zwei neue im Bunde.

Mir ist der Sinn eines eigenen Frameworks ja schon klar (gerade für häufig wiederkehrende Aufgaben hat man alles zusammen, was man für seine Arbeit braucht), aber was ist mit Orchid? Muss man gleich eine große Sache daraus machen? Wenn es nur um das Teamwork geht, würde ich mir einfach ein “etabliertes” Framework herauspicken und dann dabei helfen, es zu verbessern (so ich denn die Zeit dazu hätte).

Über neue Frameworks zu lesen hat immer etwas von über die Neuerfindung des Rades zu lesen… tja…

Vielleicht soll ich Orchid aber auch nur als Stilblüte verstehen?

17
Mrz 08

Neue Umfrage auf robsblog.de

Wenn ich so unsere DLW im Kopf habe - Python, Ruby, Groovy und PHP unter einem Dach – was sagt man eigentlich aus PHP-Sicht zu der ganzen Sache? Macht es Sinn, verschiedene Sprachen unter einen Hut zu packen? Ist es ein lohnender Blick über den Tellerrand, oder nur der Versuch, möglichst viele Hype-Themen um sich zu scharen? Werdet ihr bei eurer täglichen Arbeit mit anderen Sprachen konfrontiert? Benutzt ihr sie schon?

Als kleinen Aufmacher könnt ihr gerne einen Blick auf die aktuelle Umfrage werfen (Python, Ruby, Groovy…) oder noch besser: Einfach einen kurzen Kommentar hinterlasen!

29
Feb 08

Neues PHP Management Magazin: Enterprise PHP

Seit kurzem neu erhältlich: Das in Zusammenarbeit mit Zend entstandene Enterprise PHP Management Magazin. Um was es dabei geht? Am besten ich zitiere dazu kurz aus dem Editorial:

Mit dem vorliegenden Magazin „Enterprise PHP“ wollen wir diese gute Tradition [PHP Magazin, IPC] zugleich fortsetzen und erweitern. Es bietet dem Leser einen Überblick über die Potenziale der Plattform, ohne sich in technische Details zu verlieren. Es zeigt, welche Einsatzszenarien von PHP im Unternehmensbereich existieren und gibt Einblicke in die Funktionsweise der Community. Kurzum: Enterprise PHP bietet eine Fülle spannender Informationen, die Ihnen helfen, Ihr Business zum Erfolg zu führen!

Das Magazin kann für rund 8 Euro (zuzüglich Versand) bestellt werden, oder es kommt – nach einer kleinen Umfrage – kostenlos zu Euch nach Hause. Das Beste daran: erstmals kann bei einem Magazin auch aus drei Sprachen gewählt werden! Das Enterprise PHP Management Magazin gibt es auf Deutsch, Englisch und Französisch – voilà!

Copyright © 2010 robsblog.de
Thema basiert auf einem Theme Lab-Template, mit Anpassungen von Robert Lippert.